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Breite Zustimmung für EKZ-Erweiterung

Mit großer Mehrheit wurde gestern der Widmungs- und Bebauungsplan zur Erweiterung des Einkaufszentrums (EKZ) Völkermarkter Straße vom St. Veiter Gemeinderat abgesegnet. Mit nur zwei Gegenstimmen aus der Fraktion der Grünen wurde somit seitens der Stadtgemeinde grünes Licht für die Ansiedelung eines Müller-Marktes (1300 m2 Geschäftsfläche) und einer „MyShoes“-Filiale (400 m2 Geschäftsfläche) gegeben. Im Vorfeld ist dieses Thema kontrovers diskutiert worden, da eine negative Entwicklung für die Innenstadt-Geschäfte befürchtet wurde. Eine Markt- und Strukturanalyse kam allerdings zum Schluss, dass sich das Vorhaben in Summe für St. Veit positiv auswirken wird, da gleichzeitig im Herbst in der Innenstadt auch ein Frequenzbringer wie H&M eröffnen wird. Die Analyse hat ergeben, dass 41 Jobs im Vollzeitäquivalent durch die Erweiterung des EKZ Völkermarkter Straße geschaffen werden.

SVP-Gemeinderat Walter Brunner regte in der gestrigen Gemeinderatsdebatte an, dass künftig ein Monitoring in Form von Frequenzzählungen beim EKZ und in der Innenstadt sowie ein Konjunkturbarometer über die Entwicklung der Betrieb an den unterschiedlichen Standorten eingerichtet werden sollte. Brunner: „Es wäre auch wichtig, die Kommunikation, zwischen den Wirtschaftsbetrieben in der Stadt und jenen im EKZ sowie der Gemeinde zu intensivieren.“

In dieselbe Kerbe schlug auch Bürgermeister Gerhard Mock, der einmal mehr appellierte, dass man ganz St. Veit als Einkaufszentrum sehen müsse. Er vermisse aber die Unterstützung der Wirtschaftskammer für die Kleinunternehmen in der Stadt. „Die Kammer macht für diese Betriebe gar nichts, das mache nur die Stadt mit ihrem Stadtmarketing. Unsere Innenstadt hat keinen schlechten Branchenmix, was fehlt ist gemeinsames Marketing der Betriebe und einheitliche Öffnungszeiten. Die Stadt unterstützt alle Initiativen gerne, es müssen aber auch Impulse von der Kaufmannschaft kommen.“

Auch zur Ansiedelung von Müller am Stadtrand fand Mock klare Worte: „So leid es mir tut, aber wir haben in der Innenstadt keine Möglichkeit, das Shopkonzept von Müller umzusetzen. Wir müssen aber als Stadt insgesamt konkurrenzfähig bleiben, damit die Menschen aus der Region nicht nach Klagenfurt zum Einkaufen abwandern.“

Ähnlich die Argumentation von FPÖ-Stadtradt Herwig Kampl: „Wenn Müller nicht in St. Veit baut, dann wird der Markt eben anderswo errichtet. Die Leute, die Müller wollen, reisen ihm nach. Für mich führt kein Weg an der Ansiedelung vorbei und wir dürfen uns auch nicht immer auseinanderdividieren lassen was die Innenstadt und die Peripherie betrifft.“

Klaus Knafl von den Grünen zur EKZ-Erweiterung: „Wir glauben zwar nicht, dass die Müller-Ansiedelung eine Katastrophe wird, die Zweifel überwiegen aber jedenfalls.“

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