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St. Veit im Gedenken an 80 Jahre Eisenbahnerwiderstand

Beim Denkmal am Friedhof in St. Veit wurde gestern den sieben im Jahr 1942 unschuldig hingerichteten Kriegshelden gedacht.

Kranzniederlegung 80 Jahre Eisenbahnerwiderstand

Vzbgm. Silvia Radaelli und Bgm. Martin Kulmer bei der Kranzniederlegung in Gedenken an die sieben Kriegshelden.

Beim Denkmal am Friedhof in St. Veit wurde gestern den sieben im Jahr 1942 unschuldig hingerichteten Kriegshelden Ludwig Höfernig, Maximilian Zitter, Peter Schlömmer, Josef Kuchler, Andreas Waste, Karl Zimmermann und Michael Essmann gedacht.

Sie waren im zweiten Weltkrieg wegen „Widerstandes als Hochverrat" im Herbst 1941 in Haft genommen worden. Nach brutalen Folterverhören kam es zu einem politischen Schauprozess, in dem sie zum Tode verurteilt und vor 80 Jahren, am 30. Juni 1942, nach der Ablehnung von Gnadengesuchen hingerichtet wurden.

Die sieben Männer gehörten einer Gruppe von mutigen Eisenbahnern an, die sich nach Aufruf eines ausländischen Radiosenders zum Widerstand gegen das Nazi-Regime formierte. Sie wollten, dass die Räder der Reichsbahn – die für das Funktionieren der NS-Kriegs- und Mordmaschinerie immense Bedeutung hatten – unterbrochen werden: Die St. Veiter führten mehrere Störaktionen an abgestellten Zugsgarnituren durch, entfernten Dichtungsringe, durchschnitten Bremsschläuche und füllten Sand in Achslager.

Diese sieben St. Veiter gingen als die so genannten Eisenbahn-Widerstandskämpfer in die Geschichte unserer Stadt ein. Mit ihrer Hinrichtung vor acht Jahrzehnten haben sie traurige Berühmtheit – aber auch Heldenstatus – erlangt. Als Helden, die unbeirrt aller Gefahren für die Freiheit ihres Vaterlandes kämpften.