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Wer ist die EU?

Die Europäische Union (EU) ist ein Verbund demokratischer Länder auf dem europäischen Kontinent. Ihr Zweck ist die Wahrung des Friedens und dem Streben nach Wohlstand und Entwicklung.

Die EU umfasst neben den derzeit 28 Mitgliedstaaten auch zahlreiche Überseegebiete.
Die Europäische Union bildet in der Welt zur Zeit vor allem ein wirtschaftliches Schwergewicht. Die EU ist derzeit, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Erde.

Trotz unterschiedlicher Ansichten und nicht zuletzt durch die gesellschaftlichen und geopolitischen Eindrücke der letzten Zeit wächst innerhalb der EU das Bewusstsein, sich auch auf andere Bereiche stärker gemeinsam zu positionieren, etwa in den Bereichen Einwanderungs-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.


Geschichte der EU

Geschichte der EU

Aus historischer Sicht ist die Europäische Union und seine Entwicklung eine Folge des Ersten und des Zweiten Weltkriegs.

Die europäische Integration sollte verhindern, dass sich Europa und insbesondere seine regionalen Großmächte wie Deutschland oder Frankreich nochmal von Krieg heimgesucht wird.

Am 9. Mai 1950 sprach sich Robert Schuman, der damalige französische Außenminister, erstmals für diese Integration aus. Dieser Tag gilt als Geburtstag der heutigen EU und wird jährlich als Europatag gefeiert.

Chronik der europäischen Integration:

  • 1922: Gründung der Paneuropa-Union
  • 5. Mai 1949: Gründung des Europarates
  • 9. Mai 1950: Präsentation des Schuman-Plans
  • 18. April 1951: Unterzeichnung des Vertrags zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, durch Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, BRD und Italien
  • 24. Juli 1952: Inkrafttreten des Vertrags zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl
  • 25. März 1957: Unterzeichnung der Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM)
  • 1. Januar 1973: EG-Beitritt von Großbritannien, Irland und Dänemark
  • 1. Januar 1979: Inkrafttreten des Europäischen Währungssystems
  • 1. Januar 1981: Griechenland wird als 10. Mitglied in die EWG aufgenommen
  • 1. Januar 1986: Beitritt Spaniens und Portugals
  • 3. Oktober 1990: Deutsche Wiedervereinigung, dadurch Beitritt der neuen Bundesländer der ehemaligen DDR sowie Ost-Berlins zur EG
  • 7. Februar 1992: Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht und Zusammenführung von EG, Euratom und EGKS zur Europäischen Union (EU)
  • 1. November 1993: Inkrafttreten des Vertrages von Maastricht und Gründung der EU
  • 1. Januar 1995: EU-Beitritt von Schweden, Finnland und Österreich
  • 1. Januar 1999: Einführung des Euros als Buchgeld
  • 1. Januar 2002: Einführung des Euros als Bargeld in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, Österreich, Finnland und Italien
  • 1. Januar 2004: EU-Osterweiterung, Beitritt von Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Malta, Zypern, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen zur EU
  • 1. Januar 2007: EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien
  • 1. Juli 2013: EU-Beitritt von Kroatien
  • 23. Juni 2016: Referendum über den Austritt aus der Europäischen Union in Großbritannien (Ergebnis pro Austritt).

Weitere Details und Informationen zur Geschichte der EU finden Sie unter:
Die Geschichte der EU

Grundsätze der EU

Grundsätze der EU

  • Prinzip der Rechtsstaatlichkeit: Alle Entscheidungen und alle Verfahren der EU beruhen auf den EG-Verträgen (zuletzt Lissabon), die von allen EU-Ländern vereinbart wurden.
  • Achtung der nationalen Identität
  • Verwirklichung der Subsidiarität: in den Bereichen, die nicht ausschließlich in ihre Zuständigkeit fallen, wird die Gemeinschaft nur dann aktiv, wenn angestrebte Ergebnisse nicht ausreichend auf Ebene der Mitgliedstaaten erreicht werden können.
  • Wahrung der sozialen Standards: Arbeitsmarkt- und soziale Belange sind nach wie vor Aufgaben des jeweiligen Landes; die EU unterstützt die Mitgliedstaaten (Koordinierung der einzelstaatlichen Maßnahmen, gemeinsame Ziele, Mindeststandards für Arbeitsbedingungen, finanzielle Hilfen, etc.)
  • Gemeinsame Steuerung der Wirtschaft: Im Zuge der Finanzstaatsschulden- und Wirtschaftskrise wurde mit dem "Europäischen Semester" die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit einschneidend vertieft. Die Mitgliedstaaten sind zu strengerer Budged-Disziplin und einer gegenseitigen Abstimmung ihrer Wirtschaft verpflichtet.
  • Offen für Bildung: Bildungseinrichtungen stehen allen EU-Bürgern in der EU offen; Anerkennung der erworbenen Berufsqualifikationen in anderen Mitgliedstaaten
  • Achtung der Grundrechte: Charta
  • Verbot der Diskriminierung
  • Europa der Bürger: in dem allen Bewohnern die Freiheiten des Binnenmarktes zu Teil werden: frei zwischen den Mitgliedstaaten zu reisen, sich in jedem Mitgliedstaat niederlassen oder arbeiten zu können, aktives und passives Wahlrecht bei Kommunalwahlen und Wahlen zum Europäischen Parlament in jenem Mitgliedstaat, in dem man seinen Wohnsitz hat jedoch nicht dessen Staatsbürgerschaft.

Die Ziele der Europäischen Union

Die Ziele der Europäischen Union sind

  • Förderung des Friedens, des Wohlergehens ihrer Bürgerinnen und Bürger
  • Friede, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit ohne Binnengrenzen
  • nachhaltige Entwicklung eines ausgeglichenen und verträglichen Wirtschaftswachstums
  • Eindämmung sozialer Ungerechtigkeit und Diskriminierung
  • Förderung des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts
  • Stärkung der Solidarität unter den Mitgliedsländern
  • Achtung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt Gründung und Förderung einer Wirtschafts- und Währungsunion

Die Werte der Europäischen Union

Die Werte der Europäischen Union sind:

Alle EU-Mitgliedsländer sind angehalten, sich auf diesen gemeinsamen Werten zu verständigen, diese einzuhalten und zu fördern

  • Würde des Menschen
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen. Sie bildet das eigentliche Fundament der Grundrechte.

  • Freiheit
    Die Freizügigkeit ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, innerhalb der EU zu reisen und ihren Wohnsitz zu wählen. Persönliche Freiheiten wie die Achtung des Privatlebens, Gedankenfreiheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, die Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit sind durch die EU-Charta der Grundrechte geschützt.

  • Demokratie
    Die Arbeitsweise der Union beruht auf der repräsentativen Demokratie. Als europäische Bürgerin oder europäischer Bürger genießen Sie auch bestimmte politische Rechte. Jeder erwachsene EU-Bürger hat das aktive und passive Wahlrecht für die Wahlen zum Europäischen Parlament. Er oder sie kann sich sowohl im Wohnsitzland als auch im Herkunftsland zur Wahl stellen.

  • Gleichstellung
    Bei der Gleichstellung geht es um gleiche Rechte aller Bürgerinnen und Bürger vor dem Gesetz. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist Teil aller politischen Maßnahmen der EU und Grundlage der europäischen Integration. Sie gilt für alle Bereiche. Der Grundsatz des gleichen Lohns für gleiche Arbeit wurde bereits 1957 vertraglich festgeschrieben. Zwar ist die Gleichstellung noch nicht vollständig verwirklicht, doch hat die EU bedeutende Fortschritte erzielt.

  • Rechtsstaatlichkeit
    Die EU beruht auf dem Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit. Alle ihre Tätigkeiten stützen sich auf freiwillig und demokratisch von ihren Mitgliedsländern vereinbarte Verträge. Recht und Gesetz werden von einer unabhängigen Justiz aufrechterhalten. Die Mitgliedsländer haben dem Europäischen Gerichtshof die Befugnis übertragen, in letzter Instanz zu entscheiden. Seine Urteile müssen von allen respektiert werden.
  • Menschenrechte
    Die Menschenrechte sind durch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert. Dazu gehören das Recht auf Freiheit von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sowie das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten oder des Zugangs zur Justiz.

Die EU baut auf diesen Zielen und Werten auf, die im Vertrag von Lissabon und in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgelegt sind. 2012 wurde die EU für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

EU-Sprachen

EU-Sprachen

Zur kulturellen Identität Europas gehört allen voran ihre sprachliche Vielfalt.

Die Europäische Union verfolgt aus diesem Grund eine Mehrsprachigkeitspolitik.

Ziel ist es, die Vielfalt der Sprachen zu erhalten und
den Fremdsprachenerwerb zu fördern.

 

Derzeit gibt es 24 EU-Amtssprachen: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch , Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch.

 

 

Alle EU-BürgerInnen haben ein Recht darauf, in einer dieser Amtssprachen an die EU-Institutionen zu wenden. Zudem ist man bemüht, Internetportale der Europäischen Union in allen Amtssprachen zur Verfügung zu stellen.

 

Darüber hinaus fördert die EU nach Möglichkeit den Erhalt der über 60 Regional- und Minderheitensprachen. Der multikulturelle- und sprachliche Dialog ist außerdem eines der Hauptziele der Erasmus-Programme.

Im Folgenden Link finden Sie Sprachbeispiele zu den Amtssprachen der EU:
Sprachbeispiele & Hörproben

Nähere Informationen unter
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Ergänzende Informationen