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Änderungen in den St. Veiter Kurzparkzonen nach Gratistickets-Missbrauch

Neuregelung mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen. Keine Gratistickets mehr, allerdings keine Änderung an der Gesamthöhe von 2 Euro pro 3 Stunden Parkzeit.

Die Stadtgemeinde St. Veit/Glan hat in ihrer gestrigen Gemeinderatssitzung die Parkraumbewirtschaftung neu geregelt.  Bislang war es möglich, in der 425 Parkplätze umfassenden Kurzparkzone in der ersten Stunde gratis zu parken. In der darauf folgenden 2. und 3. Stunde waren bis dato jeweils 1 Euro Parkgebühr zu entrichten.

Da das einstündige Gratisparken in großem Stil durch nochmaliges Nachdrücken eines weiteren Gratistickets vor Ablauf der ersten Stunde sehr oft missbräuchlich ausgeweitet wurde, tritt nun ab Mai eine neue Regelung in Kraft. Ab sofort gibt es kein Gratisticket mehr. Allerdings ist mit dem Einwerfen von 50 Cent eine Parkdauer von eineinhalb Stunden möglich. Für jede weitere halbe Stunde wird ebenfalls eine Gebühr von 50 Cent fällig. „An der Gesamthöhe von 2 Euro für drei Stunden Parkzeit ändert sich daher nichts. Wir sind nach wie vor die billigste Stadt in Kärnten, was das Parken betrift“, so Bürgermeister  Gerhard Mock. Die neue Regelung wurde nach langer Diskussion mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen.

Neuregelung auch für Parkplatz bei der Blumenhalle

Was noch neu ist: Zusätzlich zur Änderung der Kurzparkzonenregelung wird nun auch  der Blumenhallenparkplatz bewirtschaftet. Dieser umfasst 187 Parkplätze, dieser wurde in den letzten Jahren nicht nur von Teilnehmern diverser Veranstaltungen in der Blumenhalle genutzt, sondern auch  als Dauerparkplatz genutzt. „Dadurch kommt es bei vielen Veranstaltungen und Kongressen zu Engpässen“, argumentiert Bgm. Gerhard Mock. Ab Mai  wird dieser mit Schranken versehen und ist mit Tagestickets in der Höhe von zwei Euro benutzbar. Für Veranstaltungsbesucher in der Blumenhalle wird es eine Refundierung mittels Ausfahrtstickets geben.

 

Zusätzliche Behindertenparkplätze

Die Stadt St. Veit wartet zudem mit einer  Verbesserung der Barrierefreiheit für gehbehinderte Fahrzeuglenker auf.  Beim Feuerwehrtor werden zwei der ehemaligen Feuerparkplätze an der Stadtmauer zu Behindertenplätzen umgewandelt. Mock: „Damit ist die Innenstadt für Rollstuhlfahrer zu 100 Prozent barrierefrei erreichbar.“